GL | Der dreigeteilte Wortschatz

Regionale und überregionale Früchte auf dem Tübinger Wochenmarkt | Foto: Barbara Heuberger, Tübinger Orthografie-Programm

Regional und überregional

Was bei uns wächst, trägt auch in seinem Namen heimische Merkmale: Apfel, Birne, Pflaume … Heimische Wörter sind die Kernwörter des Deutschen, RE-Formwörter eben.

Ganz anders importierte Früchte: Nektarinen, Bananen und Melonen kommen von weither. Fremde Früchte haben fremde Namen. Fremdheit passt nicht in die RE-Form. Selbst der Kartoffel, Inbegriff regionaler Agrarkultur, haftet Fremdheit an. Zu Recht, denn ihren Ursprung hat sie nicht in Deutschland. Sie kommt aus Südamerika.

RE-Formwörter und Fremdwörter sind orthografisch gut zu erfassen, sobald man deren Regelmuster kennt. Doch gibt es in beiden Kategorien einige Früchtchen, die sich nicht an Regelmuster halten; bei den RE-Formwörtern etwa die Beeren, die partout auf ihrem -ee- bestehen, bei den Fremdwörtern z.B. die Oberschienen. Ups!  😐

 

Kernwörter – Fremdwörter – Merkwörter

Unser dreigeteilter Wortschatz ist – seiner Fülle zum Trotz – ziemlich leicht zu durchschauen! RE-Formwörter (= deutsche Kernwörter) und Fremdwörter besitzen klare Strukturen und Regelmuster. Sie belegen 95% des Gesamtwortschatzes. Bleibt eine 5%ige Minderheit orthografischer Exoten. Naja …

 


Barbara Heuberger | Lizenzversion CC-BY-SA


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